12 Porträtstile, für Hund und Katze.
Zwölf Stile, ein Gesicht. Samt und Helldunkel, Aquarell, das an den Rändern verläuft, eine schwarze Linie auf Elfenbein. Nimm den, den du schon an deiner Wand siehst.
- Renaissance. Streiflicht aus einem hohen Fenster, Samt und Brokat, Dreiviertelpose. So hätte ein Meister des 16. Jahrhunderts deinen Hund gemalt.
- Aquarell. Transparente Lasuren auf rauem Papier, auslaufende Ränder, unbemaltes Weiß als Licht. Eine Katze mit hellem Fell gewinnt hier am meisten.
- Ölgemälde. Dicker Farbauftrag, der das Seitenlicht fängt, warme Erd- und Ockertöne, dunkler Grund. Ein Hund mit schwarzem Fell trägt diesen Stil am besten.
- Pop Art. Flächen in greller Farbe, dicke schwarze Kontur, Rasterpunkte im Hintergrund. Das Porträt deines Hundes als Siebdruck der Sechziger.
- Jugendstil. Peitschenlinie, ein Rahmen aus Blättern und Blüten, Blattgold im Hintergrund. Eine Katze im Profil in einem Medaillon, wie auf einem Mucha-Plakat.
- Impressionismus. Gebrochener Pinselstrich, Nachmittagslicht durch Blätter, Violett und Orange roh nebeneinander. Das Modell scheint sich eben noch bewegt zu haben.
- Kirchenfenster. Farbige Glasstücke, von Blei zusammengehalten, von hinten beleuchtet. Die Formen bleiben groß und klar, denn Glas verläuft nicht ineinander.
- Bleistiftskizze. Graphit auf weißem Papier, Kreuzschraffur, die den Schatten in Schichten aufbaut, ringsum Luft. Nur ein Ton, von Grau bis Schwarz.
- Anime-Held. Cel-Shading in klaren Tonflächen, farbiges Gegenlicht, das die Silhouette freistellt, große Augen mit zwei Glanzpunkten. Untersicht, Pose einer Hauptfigur.
- Der General. Galauniform des 19. Jahrhunderts, goldene Epauletten, Orden in einer Reihe. Der Hund steht mit geschwellter Brust und erhobenem Kinn vor dunklem Grund.
- Viktorianischer Adel. Spitze, Brokat und hoher Kragen im weichen Seitenlicht eines Fotoateliers um 1880. Sitzend, reglos, mit der Haltung von jemandem, der weiß, dass er posiert.
- Minimalistische Linie. Eine einzige schwarze Linie auf Elfenbein schließt das Profil und hört dort auf. Der Rest ist Leerraum, deshalb funktioniert es an einer vollen Wand.